Evangelische Kirche von Westfalen

Evangelisch in Westfalen: Glauben aus gutem Grund.

Konferenz der Synodalbeauftragten für Notfallseelsorge in der EKvW

Ordnung des
Konvents Notfallseelsorge und Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst
in der Ev. Kirche von Westfalen

1. Grundlegung

Die Beauftragten der Kirchenkreise für Notfallseelsorge und Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst bilden den Konvent. Die Beauftragung in den Kirchenkreisen kann durch die Kreissynode, den Kreissynodalvorstand oder die Superintendentin, den Superintendenten erfolgen.

Es können in einem Kirchenkreis mehrere Personen beauftragt werden.

Die Landeskirchliche Beauftragte, der Landeskirchliche Beauftragte ist geborenes Mitglied des Konventes mit beratender Stimme.

2. Die Aufgabe des Konventes

Die Aufgabe des Konventes ist es, die Notfallseelsorge und die Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst im Bereich der Evangelischen Kirche von Westfalen zu fördern.
Dazu gehört insbesondere:

  • die Interessen der Notfallseelsorge und der Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst gegenüber der Landeskirche zu vertreten;
  • unter den in der Notfallseelsorge und der Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst Tätigen das fachliche und persönliche Gespräch zu fördern sowie Fortbildungsangebote für sie anzuregen;
  • für die Verknüpfung zwischen der praktischen Arbeit vor Ort und der (kirchen-) politischen Arbeit Sorge zu tragen.

3. Die Organe des Konventes

Zur Wahrnehmung dieser Aufgaben hat der Konvent folgende Organe:

  • die Vollversammlung,
  • die Regionalkonvente,
  • den Leitungskreis.

3.1. Die Vollversammlung

Die Beauftragten für Notfallseelsorge und Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst der Kirchenkreise bilden die Vollversammlung des Konventes.
Die Landeskirchliche Beauftragte, der Landeskirchliche Beauftragte ist geborenes Mitglied der Vollversammlung mit beratender Stimme.
Die zuständige Dezernentin, der zuständige Dezernent des Landeskirchenamtes ist zu den Vollversammlungen einzuladen.
Der Konvent tritt mindestens einmal jährlich zur Vollversammlung zusammen.
Er ist auch dann einzuberufen, wenn mindestens zehn seiner Mitglieder dies verlangen.
Die Vollversammlung wählt aus dem Kreis der Sprecherinnen, der Sprecher der Regionalkonvente die Konventssprecherin, den Konventssprecher und deren Vertreterin, Vertreter für die Dauer von 2 Jahren.
Die Sitzungen der Vollversammlung werden von der Konventssprecherin, dem Konventsprecher einberufen und geleitet.

3.2. Die Regionalkonvente

Die verschiedenen Regionen der Landeskirche werden in 5 Regionalkonvente eingeteilt.

Regionalkonvent I umfasst die Kirchenkreise
Lübbecke, Minden, Vlotho, Herford, Bielefeld, Halle, Gütersloh I (Kreis Gütersloh), Paderborn.

Regionalkonvent II umfasst die Kirchenkreise
Wittgenstein, Siegen, Lüdenscheid-Plettenberg, Iserlohn.

Regionalkonvent III umfasst die Kirchenkreise
Schwelm, Hagen, Hattingen-Witten, Bochum, Recklinghausen, Gladbeck-Bottrop-Dorsten, Gelsenkirchen, Herne, Stadt Dortmund.

Regionalkonvent IV umfasst die Kirchenkreise
Steinfurt-Coesfeld-Borken, Münster, Tecklenburg, Gütersloh II (Kreis Warendorf).

Regionalkonvent V umfasst die Kirchenkreise
Hamm, Soest, Unna, Arnsberg, Lünen.


3.2.1. Zusammensetzung

Mitglieder der Regionalkonvente sind die Kreiskirchlichen Beauftragten für Notfallseelsorge und Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst.

Die Landeskirchliche Beauftragte, der  Landeskirchliche Beauftragte nimmt mit beratender Stimme an den Sitzungen der Regionalkonvente teil.

Zu den Konferenzen der Regionalkonvente können sachkundige Personen eingeladen werden.

Die Mitglieder des Regionalkonventes wählen aus ihrer Mitte eine Sprecherin, einen Sprecher und eine Stellvertreterin, einen Stellvertreter für die Dauer von zwei Jahren.
Wiederwahl ist zulässig.


3.2.2. Aufgaben

Die Regionalkonvente

  • behandeln Themen, die sich aus der Arbeit vor Ort ergeben;
  • organisieren und koordinieren gemeinsame Aktionen (z.B. Ausbildung);
  • sorgen für kollegiale Beratung und Supervision;
  • tauschen sich über aktuelle Informationen aus Land, Bund und Landeskirche aus;
  • stellen Anträge an die Vollversammlung bzw. den Leitungskreis;

 

  • fördern die ökumenische und interreligiöse Zusammenarbeit.

 

3.2.3. Konferenzen

Die Regionalkonvente werden in der Regel zweimal im Jahr einberufen.

3.3. Der Leitungskreis

3.3.1. Zusammensetzung des Leitungskreises

Die Sprecherinnen und Sprecher der Regionalkonvente bilden den Leitungskreis des Konventes.
Die Vollversammlung kann für die Dauer von 2 Jahren maximal 4 sachkundige Personen in den Leitungskreis berufen. Sie nehmen mit beratender Stimme an den Sitzungen teil.
Die Landeskirchliche Beauftragte, der Landeskirchliche Beauftragte ist geborenes Mitglied des Leitungskreises mit beratender Stimme.
Die Sitzungen des Leitungskreises werden von der Konventsprecherin, dem Konventssprecher einberufen und geleitet.
Der Leitungskreis ist beschlussfähig, wenn mindestens drei stimmberechtigte Mitglieder anwesend sind.


3.3.2. Aufgabe des Leitungskreises

Der Leitungskreis

  • führt die laufenden Geschäfte des Konvents,
  • bündelt und koordiniert die Anträge, Vorschläge, Wünsche, Anregungen und Kritik aus den Regionalkonventen,
  • gibt Empfehlungen zur Weiterarbeit,
  • bereitet die Sitzung der Vollversammlung vor,
  • berät die Landeskirchliche Beauftragte, den Landeskirchlichen Beauftragten.

3.3.3. Sitzungen des Leitungskreises

Der Leitungskreis wird in der Regel zweimal im Jahr einberufen.
Er ist einzuberufen, wenn mindestens drei seiner stimmberechtigten Mitglieder dies verlangen.


4. Änderung der Ordnung und Wahlen

Bei Änderung der Ordnung und bei Wahlen hat jeder Kirchenkreis nur eine Stimme.
Gibt es in einem Kirchenkreis mehr als nur eine Beauftragte, einen Beauftragten, so teilen die Kreiskirchlichen Beauftragten der Sprecherin, dem Sprecher mit, wer das Stimmrecht für den Kirchenkreis wahrnimmt.

Diese Ordnung kann mit Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Stimmen geändert werden.
Die Wahlen erfolgen mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen.
Ordnungsänderungen und Wahlen müssen vorher in die Tagesordnung der Vollversammlung aufgenommen werden.

Mit der Verabschiedung dieser Ordnung auf der Sitzung der Vollversammlung des Konventes am 26. November 2007 tritt die alte Ordnung vom 22. April 1998 außer Kraft und wird durch diese neue Ordnung ersetzt.

Die Wahl der Konventsprecherin, des Konventsprechers findet gemäß dieser Ordnung erstmalig in der Sitzung der Vollversammlung 2008 statt. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt der bestehende Leitungskreis im Amt.

 

Dortmund, den 26.11.2007